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Die 4 W-Fragen – WER, WO, WIE, WARUM

Gehen Sie vorbereitet in das Bewerbungsgespräch

Sie haben endlich die Einladung zu dem gewünschten Vorstellungsgespräch. Dann ist Ihnen die Stelle so gut wie sicher – falsch! Sie sind nie der einzige Bewerber/die einzige Bewerberin, sondern vielleicht konkurrieren Sie mit drei Mitbewerber/innen, oft sind es noch mehr.

Wir empfehlen daher:

Bereiten Sie sich gezielt auf das Bewerbungsgespräch vor, denn nichts ist unmöglich. Trainieren Sie immer die Antworten auf die 4 W-Fragen.

WER?

Wer ist Ihr Gesprächspartner/Ihre Gesprächspartnerin und vor allem, was wissen Sie von der Firma? Informieren Sie sich genau über Historie, Produkte, Firmenphilosophie und Pressemeldungen. Lesen Sie dazu nicht nur die Informationen auf der Homepage der Firma sondern stöbern Sie im Internet. So finden Sie z.B. News, ob diese Firma vielleicht einen Verein unterstützt, sportliche Aktivitäten schätzt oder work life balance besonders propagiert wird.

Auch Ihre Gesprächspartner/innen können Sie bei XING, LinkedIn oder Google näher kennenlernen. So erfahren Sie, ob Ihr/e Gesprächspartner/in fachfremd ist z.B. HR mit BWL Studium oder berufserfahrene/r Ingenieur und Leiter/in der Konstruktionsabteilung. Auch berufliche Stationen, Interessen und Qualifikationen bieten oft Informationen zum who is who.

Achtung: Präsentieren Sie Ihr Wissen über Ihre Gesprächspartner/innen nur passend und dosiert, denn niemand wird gerne ausspioniert. Daher gilt: Viel wissen und nutzen, aber wenig darüber sagen.

WO?

Sie wissen den Standort der Firma und kennen die Strecke.

Wenn Sie mit dem Auto fahren, informieren Sie sich über mögliche aktuelle Baustellen oder Sperrungen und planen mindestens 15 Min. Zeitpuffer ein. Sie informieren sich über mögliche Parkplätze auch außerhalb des Firmengeländes.

Fahren Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dann suchen Sie am Tag vor dem Termin die Verbindungen heraus und planen Puffer für mögliche Wege zu Fuß ein.

In Ihrer Bewerbung steht, dass Sie pünktlich und zuverlässig sind? Dann gibt es kein „zu spät“.

Wenn Stau oder Zugausfall trotz Ihrer genauen Planung eintreffen, dann denken Sie an zwei Dinge:

1.) Rufen Sie Ihre Gesprächspartner/in an und erklären die Situation, dazu sollten Sie die Telefonnummer griffbereit haben.

2.) Ihre Angaben sind anhand der Verkehrsmeldungen prüfbar und das geschieht auch.

WIE?

„Kleider machen Leute“ und Accessoires wie Kaugummi im Mund, Geruch von Zigarettenrauch in der Kleidung oder der Geruch von billigem Parfum oder Aftershave zerstören das beste Outfit.

  • Ihre Kleidung sollte den Kriterien des Business Dress entsprechen, vor allem aber orientieren Sie sich an Branche und Position. Kriterien, die immer Gültigkeit haben sind: saubere Kleidung, keine offenen Nähte oder fehlende Knöpfe, geschlossene Schuhe, keine Sandalen. Vor allem aber: Tragen Sie nichts, was kratzt, kneift oder drückt, denn das lenkt Sie ab. Auch Schmuck sollten Sie sorgsam auswählen, und Ohrringe, die Sie immer tragen, gehören natürlich zu Ihnen, dies gilt auch für Männer.
  • Sind Ihre Arme stark tätowiert, dann entscheiden Sie selbst, ob Sie ein Hemd mit langen Ärmeln oder das Tragen eines Jacketts bevorzugen. Wir empfehlen dies grundsätzlich für einen Erstkontakt.
  • Denken Sie auch an die Mitnahme einer Tasche oder Mappe für wichtige Utensilien. Ihr Handy, die Telefonnummer der Firma, Ihre Bewerbungsunterlagen ausgedruckt und komplett, gehören ebenso zur Terminvorbereitung, wie Schreibutensilien für Notizen. Auch für dieses Zubehör gilt: meiden Sie Übertreibungen. Ein Notizblock mit Firmenwerbung ist ebenso out, wie ein besonders teurer Kugelschreiber.
  • Oft vergessen, umso wichtiger: Ihr Auto, sofern Sie mit dem Wagen zum Bewerbungstermin fahren. Unsere TeilnehmerInnen berichten immer wieder, dass sie im Gespräch auf Aufkleber am Auto oder auch zum „Innendesign“ des Wagens angesprochen werden. Stellen Sie sich einen Schalke-Schal auf der Autoablage vor, bei einer Bewerbung in einer Dortmunder Firma – sicher ein brisantes Design. Oder Ihr Wagen ist innen total dreckig und Sie werden darauf angesprochen. Natürlich gilt auch bei diesen Beispielen: Sind Sie rhetorisch schlagfertig, sind diese Situationen für Sie kein Problem. Entscheiden Sie dies selbst.

WARUM?

Warum bewerben Sie sich gerade bei dieser Firma? Diese Frage fordert Ihre Selbstpräsentation und auch die sollte vorbereitet sein.

Kennen Sie genau die Stellenausschreibung?

Kennen Sie genau Ihren Lebenslauf mit den angeführten Daten?

Was macht Sie einzigartig/warum soll die Firma gerade Sie einstellen?

Welches Gehalt erwarten Sie? Und bei dieser Frage ist die Antwort „Tariflohn“ nicht gewünscht.

Bereiten Sie die Antworten auf diese Fragen bereits vor dem Termin vor, denn sie gehören zum Standard Ihrer Selbstpräsentation.

Und sollte das Vorstellungsgespräch per Video vereinbart sein, dann empfehlen wir Ihnen:

  • Prüfen Sie zwei Stunden vor dem Termin die Technik (Mikrofon, Kamera, Lautsprecher und Internetverbindung)
  • Achten Sie auf eine ruhig, störungsfreie Umgebung und einen neutralen Hintergrund
  • Üben Sie einen Video call, denn nichts ist ärgerlicher als Lichtverhältnisse, die kaum Kontakt ermöglichen oder Gegenstände im Blick der Kamera, die mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als der/die Bewerber/in

Sie sind überrascht, welche Fehler Sie bei der Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch machen können? Prüfen Sie Ihre Antworten auf die 4 W-Fragen und wenn Sie uns brauchen, sind wir für Sie da. Einmal TOP, immer TOP.

Zielscheibe mit drei roten Pfeilen in der Mitte steckend. Iin Blau gehalten
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